20. Juli 2015

Planned Parenthood Ein kleiner Einblick in die Hölle

Körperteile von abgetriebenen Kindern zu verkaufen

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Bildquelle: shutterstock Fötus: Ein Mensch, keine Sache

Bei solchen Nachrichten stockt einem der Atem, und ich bin intuitiv versucht, irgendeinen Mülleimer umzutreten, um nicht Amok zu laufen gegen solche Vereine wie Planned Parenthood. Dieser amerikanische Abtreibungsverein, mit dem auch die deutsche Pro Familia verbandelt ist, ist nicht nur in fast industriellem Maßstab an der Tötung ungeborener Kinder in den USA beteiligt, betreibt nicht nur „Pro-Abtreibungs“-Propaganda vor allem auch in den UN und zur Knebelung von Ländern der Dritten Welt, deren Überbevölkerungsproblem man mit Abtreibungen beizukommen meint. Einem Bericht auf lifesitenews.com zufolge verkauft Planned Parenthood auch sehr geschäftstüchtig Körperteile abgetriebener Kinder.

Um nicht missverstanden zu werden: Es geht dabei nicht um unkenntliche Gewebeproben, sondern um Arme, Beine, Herzen, Lebern … was immer man sich vorstellen kann. Der Verkauf erfolgt an Forschungsinstitute, und, wie sich Planned Parenthood zwischenzeitlich geäußert hat, mit Zustimmung der abtreibenden Frauen, die die Leichenteile zu Zwecken der Forschung spenden. Lifesitenews hat allerdings ein gekürztes und überarbeitetes Video von einem mitgeschnittenen Verkaufsgespräch ins Netz gestellt, das es den Gegnern des Lebens leicht macht, diese Quelle nun in Zweifel zu ziehen. Strittig ist daher, ob Planned Parenthood aus dem Verkauf der Kinderorgane Profit schlägt oder damit – nach eigenen Angaben – lediglich die Kosten der Weitergabe der „Proben“ an die Forschungsinstitute sicherstellt.

Offenbar wird aber seitens Planned Parenthood zunehmend erfolgreich eine Abtreibung in der Form vorgenommen, dass die gewünschten Teile unbeschädigt zur Verfügung gestellt werden können. Deborah Nucatola, bei Planned Parenthood „Senior Director of Medical Services“, beschreibt das im Gespräch mit folgenden Worten:

„Wir sind sehr weit fortgeschritten, ein Herz, eine Lunge, eine Leber zu gewinnen, weil wir davon (den Anforderungen der Forschungsinstitute; Anmerkung des Verfassers) wissen. Also zerquetsche ich (bei der Abtreibung) nicht diese Teile, sondern zerdrücke darunter und darüber und bemühe mich, die Teile unversehrt zu gewinnen.“

In den USA beziehen sich die Diskussionen auf dieses Thema, weil man die Berücksichtigung solcher Unternehmensinteressen für unethisch hält. In einer auf Bloomberg Politics wiedergegebenen Stellungnahme wird Laurie Zoloth, Professorin für Medical Humanities and Bioethics an der Northwestern University, in der Form zitiert, dass, obwohl das Video „benutzt wurde, um Menschen gegen Abtreibungen aufzubringen“, es doch „schrecklich verstörend“ und „ein offensichtlicher Interessenkonflikt“ sei, wenn Nucatola die Interessen eines Unternehmens berücksichtige, statt sich ausschließlich auf die Sicherheit des Patienten zu konzentrieren.

Als Lebensrechtler steht man fast sprachlos vor solchen Diskussionen! Waren es nicht eben noch nur Gewebeteile, die bei einer Abtreibung abgetötet werden, gar keine Menschen? Und jetzt sprechen wir hier von Organen, die immerhin ausreichend entwickelt und im Körper der Frau zu differenzieren sind, um sie zu Forschungszwecken einzusetzen? Rechtlich würde es in den USA wohl einen Unterschied machen, ob Planned Parenthood mit dem Verkauf der Kinderteile an Forschungsunternehmen Geld verdient, ethisch scheint sich aber die Diskussion lediglich darum zu drehen, ob die Gesundheit der Mutter durch die Art der vorgenommenen Abtreibung in Gefahr gerät.

In sich, das muss man zugestehen, ist das folgerichtig: Ist der abgetriebene Fötus kein Mensch mit einer Würde und einem Recht, zu leben und geboren zu werden, mutiert er also zu einer Sache, dann kann man mit den Überresten dieser Sache tatsächlich ethisch unbedenklich tun, was man will, und ist das Leben der Mutter selbstverständlich erstrangig zu schützen. Die Gefahr geht allerdings medizinisch im Wesentlichen erst mal davon aus, dass man einen solchen Eingriff, die Tötung eines Kindes im Mutterleib, überhaupt vornimmt. In der großen Mehrzahl der Fälle entsteht die Gefährdung der Mutter erst durch die Abtreibung eines Kindes.

Ein Mensch wird vor der Geburt getötet, weit genug entwickelt, dass seine Überreste zu Forschungszwecken verkauft werden können, und die Diskussion dreht sich darum, ob hierdurch eine Gefährdung der Mutter entstehen könne! Wie abgestumpft muss man gegenüber dem Leben, gegenüber der Schöpfung, gegenüber den Rechten ungeborener Kinder sein, um das noch für normal zu halten?

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Papsttreuen Blog.


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